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Presse 2014

Süddeutsche Zeitung vom 25.04.2014Im Wirtshaus wird aufg'spuitWer glaubt, Volksmusik sei altbacken, der irrt. „Wir haben guten Nachwuchs im Fünfseenland“, sagt der Kreisheimatpfleger.Und die Jugend macht es auf ihre Art. Sie verabredet sich über Facebook und zieht dann von Hoagartn zu HoagartnVON OTTO FRITSCHER Starnberg - Daran erinnert sich Fritz Böhm noch ganz genau: Der Reinerlös war 2715 Mark, und die Summe kam der Renovierung der Kapelle Mariä Heimsuchung in Geisenbrunn zugute. Das war im Mai 1985, und das Geld stammte vorn ersten Geisenbrunner Hoagartn, den einige Volksmusikfreunde damals spontan als Benefizveranstaltung organisiert hatten. Grund für die Sammelaktion war, dass die Reno vierungskosten für das Kirchlein von ursprünglich 225 000 Mark auf 430 000 Mark angewachsen waren. „ Wir wollten da einfach helfen“, erinnert sich Fritz Böhm, Damals konnte der heute 84-Jährige noch nicht ahnen, dass aus dem einmalig geplanten Hoagartn eine feste Einrichtung wer den würde. Weil‘s so schee war“, erinnert sich Böhm, sind wir gefragt worden, den Hoagartn zu wiederholen. Gesagt, getan. Denn jedes Jahr veranstalten die Volksmusikfreunde Geisenbrunn. inzwischen ein eingetragener Verein, seitdem dieses Frühjahrskonzert. Die Veranstaltung ist regelmäßig ausverkauft, die rund 200 Besucher kommen bis aus München. Für den Hoagartn am heutigen Freitaggibt es noch einige Restkarten (siehe Infokasten). Für Fritz Böhm ist es Ehrensache auch beute noch beim Hoagartn mitzuhelfen. Er war von 1999 bis 2011 Vorsitzender der Volksmusikfreunde, jetzt organisiert er noch den Kartenvorverkauf. Musik macht Böhm nicht mehr selbst. Ich hab' eine Zeitlang auf der Steirischen gespielt“, erinnert er sich: und es klingt ein bisschen wehmütig. Auf der Homepage der Geisenbrunner Volksmusikfreunde sind übrigens alle Hoagartn feinsäuberlich aufgelistet, zum Großteil sogar mit den mitwirkenden. 58 Veranstaltungen waren es seit der Premiere im Jahr 1985, und heute steht der 59. Hoagartn an. Auch in Krailling gibt es am heutigen Freitag in der Brauerei einen Frühjahrshoagartn. Auch bei der Geburt dieses Hoagartn hat Fritz Böhm mitgewirkt. Denn Kraillinger Volksmusikfreunde besuchten die Veranstaltung in Geisenbrunn und fragten Böhm ob er nicht mithelfen könne, so etwas in Krailling auf die Beine zu stellen. Böhm fackelte nicht lang, und so gab es 2013 den erstenFrühjahrshoagartn in Krailling. Am heutigen Freitag findet der zweite statt. Außerdem laden die Kraillinger Volksmusikfreunde um Erika Raab jeden ersten Donnerstag im Monat in die Brauerei zu einem Sänger- und Musikantenstammtisch ein. Ja in den Wirtshäusern wird wieder viel mehr musiziert“, sagt Manfred Schutz. Er muss es wissen. und das nicht nur, weil er als Kreisheimatpfleger des Landkreises Starnberg sozusagen schon von seiner Aufgabe her einen Überblick über die Volksmusikszene im Fünfseenland hat. Schulz ist selbst passionierter Sänger und Musiker, der sowohl beim Starnberger Dreigesang singt als auch bei der Hochberghauser Tanzlmusi die Tuba bläst. In Unering, beim Schreiegg, in Buchendorf beim Haller, beim Ludwig in Maising und vor allem auch im Seehof in Herrsching finden mehr oder weniger regelmäßig Hoagartn statt. Im Seehof ist Peter Reichert als der „Musikantenwirt“ bekannt. „Und er macht schon mal ungewöhnliche Sachen. Etwa einen 24-Stunden-Hoaartn. Da ist wirklich rund um die Uhr musiziert und gesungen worden“, erinnert sich Schulz der natürlich dabei war. Morgens um 6 Uhr gab es zur Stärkung Kesselfleisch, wer eingeschlafen war, wurde gnadenlos aufgeweckt. Oft geht es nicht so spektakulär zu, sondern fast familiär gemütlich. Abwechselnd wird gesungen, oft das Publikum zum Mitmachen animiert, beim Alperer-Jodler, oder etwa beim Ludwig-Boarischen, mit dem ein Hoagartn in der gleichnamigen Maisinger Wirtschaft immer endet.“ Manchmal steht einfach einer aus dem Publikum auf und erzählt einen Witz“, hat Schulz schon erlebt. „Und wenn's lustig wird, dann kann man selbstverständlich auch tanzen.“ Was stört die Musiker und Sänger am meisten? Wenn im Publikum zu laut geratscht wird. Hoagartn - die Herkunft des Wortes leitet sich von „Heimgarten“ ab.“ Es war Brauch, sich nach Feierabend einfach zusammenzusetzen zu reden, gemütlich beieinander zu sitzen, und dann hat man auch gesungen und gespielt“, erklärt Manfred Schulz, In Bayern kamen die Hoagartn nach dem Krieg wieder auf, durch Protagonisten wie den Wastl Fanderl, den Kiem Pauli und andere. 1965 übertrug das Bayerische Fernsehen den ersten Hoagartn. Die meisten Hoagartn werden im Frühjahr und im Herbst veranstaltet. „Viele Lieder ranken sich um die Jahreszeiten, die Stände, das bäuerliche Leben, die Fischer, die Jäger“, weiß Schulz. , .Bei einem Frühlings-Hoagartn spürt man die Kraft der Natur, sagt er. Im Herbst, wenn die staade Zeit bevorsteht, werden Lieder und Musik ruhiger und besinnlicher. „Das Leben mit der Jahreszeit, das ist für mich schon etwas Besonderes“, sagt Schulz, und mit Musik werde dieses Erleben noch viel intensiver. „Bei der Mai-Musi lassen wir es richtig zischen“ sagt er und lacht. Oft sei es auch so, dass für Musiker und Sänger selbst der eigentliche Hoagartn erst nach dem Hoagart beginnt. „Dann setzen wir uns in der Wirtsstube zusammen, einer fängt an, und wir probieren einfach was aus“, erzählt Schulz. „ Ein spontanes, tolles Gefühl.“ Dem Kreisheimatpfleger ist es wichtig, mit einem Vorurteil aufzuräumen. Dass Volksmusik nur eine Sache der älteren Generation ist. „Wir haben guten Nachwuchs im Fünfseenland, sagt der Kreisheimatpfleger. Wenngleich die Jungen manches anders machen als die Altvorderen. Sie verabreden sich etwa über Facebook fahren von einem Hoagartn in Oberbayern zum nächsten. „So entstehen auch immer wieder neue Konstellationen und Strömungen. Voixmusik mit X etwa oder neue Volksmusik. Nicht alles gefällt Schutz, aber „Volksmusik sagt Manfred Schulz, „ist eben alles andere als altbacken.“ Frühjahrshoagartn in Geisenbrunn und KraillingHoagartn wird ein Treffen von Musikanten und Sängern genannt. In anderen Regionen Bayerns oder Österreichs wird das Wort ein bisschen anders ausgesprochen als im Fünfseenland: Hoagascht im Chiemgau, Huigartn im Schwäbischen. Merkmal eines Hoagartn ist aber immer, dass die beteiligten Musik und Sangesgruppen in lockerer, abwechselnder Folge auftreten. Oftmals werden deren Darbietungen von einem Sprecher aufgelockert, der „Gedichte, Stückerl oder Gschichterl vorträgt, die einen Bezug zur Jahreszeit oder zum bäuerlichen Leben haben“, wie Kreisheimatpfleger Manfred Schulz weiß. Häufig sitzen die Musiker mitten unter den Zuhörern im Wirtshaus; es gibt aber auch Hoagartn mit Konzert-Charakter. Dann sitzen die Mitwirkenden auf der Bühne, ein Sprecher führt durch das Programm. Am heutigen Freitag, 25. April, 20 Uhr, gibt es gleich zwei Hoagartn im Landkreis Starnberg. Einen „Frühjahrshoagartn“ veranstalten die Volkmusikfreunde Geisenbrunn in der Gaststätte Geisenbrunn. Dabei sind die Hochberghauser Tanzlmusi, die Fasanerieer Raffele- und Hackbrettmusi, der Gilchinger Dreigsang, die Grünwalder Sängerinnen, und das Harfenduo Andrea & Angelika aus Eurasburg. Durch den Abend führt Willi Großer aus Starnberg, der ehemalige Kreisheimatpfleger, der auch durch viele Radiosendungen bekannt ist. Der Eintritt kostet 14 Euro. In Krailling findet heute in der Brauerei ebenfalls ein Frühjahrshoagartn statt. Von 20 Uhr an musizieren die Marienplatzmusi aus Miesbach, D'Vadrahdn aus München, der Weikershofer Zwoagsang und, der Hausbach Zwoagsang aus Hausham. Mit Geschichten und Verserl führt Bertl Holzer aus Bad Tölz durch die Veranstaltung. Der Eintritt ist frei, Veranstalter sind die Volkmusikfreunde Krailling. Zudem findet an diesem Wochenende in Herrsching wieder ein großes Volksmusikseminar statt. OF

Die eingeladenen Gesangs- und Musikgruppenvom Kraillinger Frühjahrshoagartn 2014

D' Vadrahtn aus München / Aubing

Marienplatzmusi / Miesbach und Hausbach Zwoagsang / Hausham

Weikertshofer Zwoagsang

Bertl Holzer aus Bad Tölz

Zur Nachlese

Hier gehts zu Würmtal.net



Die Kraillinger Volksmusikfreunde in der Brauerei